SPD-Bundestagsabgeordnete Graf und Schwanholz besuchen Suchtberatungsstelle der Diakonie Georgsmarienhütte

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Die SPD-Bundestagsabgeordneten Angelika Graf und Dr. Martin Schwanholz diskutierten am Mittwoch, den 14. August, mit Experten über das Thema "Sucht im Alter".

 

Ein Thema, das Schwanholz als Bundestagsabgeordnetem für die Städte Osnabrück und Georgsmarienhütte und Graf als Bundesvorsitzender der AG 60 plus und Drogenbeauftragter der SPD ein besonderes Anliegen ist. Begleitet wurden Graf und Schwanholz von der SPD-Ortsvereinsvorsitzenden von Georgmarienhütte Jutta Olbricht und dem Vorsitzenden der AG 60+ im Landkreis Jürgen Knuth. Das Gespräch fand in der Suchtberatungsstelle der Diakonie Georgsmarienhütte statt.

Sucht bei älteren Menschen ist kein neues Phänomen. Gleichwohl wurde diesem Thema lange Zeit zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Im Vordergrund stand und steht Alkohol- und Drogenmissbrauch bei Jugendlichen. Suchterkrankungen bei älteren Menschen dürfen jedoch nicht unterschätzt werden. Suchtkranke ältere Menschen greifen vor allem zu Alkohol oder Medikamenten. Besonders gefährlich ist die Kombination beider Substanzen.

Klaus Polack, Geschäftsbereichsleiter Suchthilfe vom Diakonischen Werk, bemängelte das unzureichende Therapieangebot für ältere Menschen. Wertvolle Pionierarbeit für die Region Osnabrück leisten in dieser Hinsicht das Diakonische Werk und die Fachklinik Haus Möhringsburg. Seit 2006 bietet das Diakonische Werk in Stadt und Landkreis Osnabrück eine spezielle Therapiegruppe "KlarAktiv" für Senioren an. Die Gruppe wird von Diplom-Sozialpädagogin Beate Plöger betreut, die den anwesenden Gesprächsteilnehmerinnen und -teilnehmern einen vielfältigen Einblick in ihre Arbeit gab. Auch Dr. Matthias Schubring, Leiter der Fachklinik Haus Möhringsburg, berichtete von seinen langjährigen Erfahrungen in der Suchtmedizin. Angelika Graf lobte die ausgezeichnete Zusammenarbeit zwischen der Diakonie und der Fachklinik Haus Möhringsburg.

"Auch wenn sich in den letzten Jahren viel getan hat – die Herausforderung besteht weiterhin darin, das Thema "Sucht im Alter" in die Öffentlichkeit zu tragen und die Angehörigen stärker dafür zu sensibilisieren", verwies Dr. Martin Schwanholz auf den weiteren Handlungsbedarf. Bei dem Verdacht auf eine Suchterkrankung sollten Angehörige das offene Gespräch suchen und den Betroffenen ermutigen, sich an eine Beratungsstelle zu wenden. Auch Fachkräfte müssten besser im täglichen Umgang mit suchtkranken älteren Menschen ausgebildet werden. Hierzu ist insbesondere eine strukturierte Abstimmung zwischen Altenhilfe und Suchthilfe erforderlich.
Klaus Polack gab den Bundestagsabgeordneten einen konkreten Verbesserungsvorschlag mit auf den Weg: "Die Pauschalbeträge für die Grundversorgung suchtkranker Menschen müssen dringend erhöht werden, um eine vernünftige Versorgung zu gewährleisten." Dr. Martin Schwanholz versprach, die drängenden Fragen mit nach Berlin zu nehmen.

 
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